Knigge für die Weihnachtsfeier

Die betriebliche Weihnachtsfeier gehört in vielen Unternehmen zu den betrieblichen Institutionen. Für die einen ist es ein Grund zur Freude, für andere wiederum lästige Pflicht. Um nicht als Außenseiter oder Sonderling der Firma abgestempelt zu werden, sollte die Einladung nach Möglichkeit angenommen werden. Eine Einladung, die auch mit einer gewissen Herausforderung verbunden ist. Ein gelungener Auftritt auf der Weihnachtsfeier kann neue Chancen eröffnen und Wege ebnen. Man kann es sich durch auffälliges Fehlverhalten genau damit aber auch kräftig verbauen. Die folgenden drei Tipps sollen Sie darin unterstützen, einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

1. Ganz wichtig in Sachen Alkohol: Nicht zu tief ins Glas schauen! Wenn Sie ihren Alkoholpegel unter Kontrolle halten, können Sie dasselbe auch von sich behaupten. Wenn Sie es hingegen feucht-fröhlich bis maßlos angehen lassen, laufen Sie schnell Gefahr, einen schlechten und leider auch bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ein Fauxpas beim Chef, eine peinliche Bemerkung bei einer Kollegin und schon kann es um den eigenen Ruf mehr oder weniger geschehen sein. Auch beim Essen sollten Sie es eher dezent angehen lassen, um nicht den Eindruck zu erwecken, sich auf Kosten der Firma den Bauch vollschlagen zu wollen.

2. Ein gewisses Maß an Distanz sollte gewahrt bleiben. Vergessen Sie nicht, dass sie hier mit Kollegen feiern und nicht im vertrauten Freundeskreis. Allzu kameradschaftliches Miteinander kann da schnell als zu aufdringlich empfunden werden. Gegenüber Kollegen, mit denen Sie täglich zu tun haben, können Sie es natürlich auch etwas lockerer angehen lassen. Auch gegenüber dem Chef kann das eigene Verhalten etwas weniger formal ausfallen und die Gespräche auch einmal ins Private abdriften. Denken Sie aber immer daran: Es ist Ihr Chef, nicht Ihr bester Kumpel! Wenn er Ihnen das Du anbietet, dürfen Sie aber dennoch annehmen. Gleiches gilt für Kollegen. Achten Sie aber auch auf deren Alkoholpegel, denn möglicherweise könnten sie dieses Angebot am nächsten Arbeitstag revidieren wollen.

3. Flirten besser vermeiden. Es mag vielleicht den einen oder anderen Kollegen oder eine Kollegin geben, auf die Sie schon seit längerem ein Auge geworfen haben. Die Weihnachtsfeier ist jedoch eher ungeeignet dafür, in die Offensive zu gehen. Vermeiden Sie in jedem Fall allzu schlüpfrige Bemerkungen, denn die können schnell als belästigend empfunden werden. Alles, was über ein anregendes Gespräch hinausgeht, sollte besser bis nach Weihnachten verschoben werden. Völlig Tabu sind natürlich verheiratete Kollegen. Also Hände weg, denn es gibt kaum eine Möglichkeit, noch schneller einen schlechten Eindruck zu erzeugen.

Niemand ist perfekt, und wenn Sie doch irgendwo einen Fehler gemacht haben, sollten Sie diesen nicht einfach stillschweigen. Besser ist es, sich am Tag danach in der Firma offen und ehrlich bei dem betroffenen Kollegen zu entschuldigen.
Jetzt wird’s aber langsam Zeit sich in Schale zu werfen und zu Ihrer Weihnachtsfeier aufzubrechen. Und ganz wichtig: Genießen Sie sie!