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Glühwein Expedition als Weihnachtsfeier für Firmen

Knigge für die Weihnachtsfeier: Dos and Don’ts für Team und Chefs

Inhaltsverzeichnis
  1. Alkohol: Genuss mit Grenzen
  2. Smalltalk: Vorsicht bei der Themenwahl
  3. „Duzen“: Was gilt am Tag danach?
  4. Social Media: Überlegen, dann posten
  5. Führungskräfte: Als Vorbild vorangehen
  6. Fazit: Gute Stimmung braucht klare Spielregeln

Der zweite Becher Glühwein ist bereits leer und die allgemeine Stimmung ist auf dem Höhepunkt, aber plötzlich gesellt sich die Geschäftsführung mit an den Tisch: Ein kniffliges Szenario, das die meisten Angestellten von der jährlichen Weihnachtsfeier gut kennen. Hier ist die Grenze zwischen beruflicher Professionalität und privater Ausgelassenheit oft fließend. Die peinliche Anekdote aus dem letzten Sommerurlaub sorgt am Abend der Feier vielleicht für großes Gelächter, doch kann am nächsten Tag im Büro zu unangenehmem Flurfunk führen. In diesem Guide geben wir Ihnen die passenden Ratschläge zu Themen wie Alkoholkonsum, Smalltalk und Social-Media-Nutzung, damit es nach Ihrer nächsten Weihnachtsfeier zu keinem bösen Erwachen kommt.

Alkohol: Genuss mit Grenzen

Solange es keine interne Vereinbarung im Betrieb gibt, ist der Konsum von Alkohol auf der Weihnachtsfeier grundsätzlich erlaubt. Rechtlich gesehen gilt in dieser Hinsicht allerdings die Selbstverantwortung der Teilnehmenden. Bei alkoholbedingten Schäden oder Verletzungen kann der Arbeitgeber in der Regel nicht belangt werden. Auch falls es im angetrunkenen Zustand zu arbeitsrechtlich relevanten Überschreitungen wie Beleidigungen oder körperlicher Gewalt kommen sollte, sind Abmahnungen oder Kündigungen mögliche Konsequenzen (CMS).

Damit es zu solchen Szenarien erst gar nicht kommt, sollten folgende Dos and Don’ts beachtet werden:

  • Do: Auf jedes alkoholische Getränk sollte ein Glas Wasser folgen.
  • Do: Das eigene Tempo kennen und nicht überschreiten.
  • Do: Alkoholfreie Drinks ohne Rechtfertigung bestellen.
  • Don’t: Sich von anderen Teilnehmenden zum Mittrinken drängen lassen.

Für Führungskräfte und Organisatoren gilt: Alkoholfreie Alternativen sollten gleichwertig behandelt und in ausreichender Menge vorhanden sein. Einer US-Umfrage aus dem Jahr 2025 zufolge freuen sich zwar viele Beschäftigte auf einen ausgelassenen Abend mit Drinks und Cocktails, doch Essen, gemeinsamer Austausch und eine entspannte Atmosphäre haben noch höhere Prioritäten (HCAMag).

Smalltalk: Vorsicht bei der Themenwahl

Die jährliche Weihnachtsfeier ist der ideale Anlass, um die eigenen Kolleginnen und Kollegen besser kennenzulernen und den Grundstein für zukünftige betriebsinterne Netzwerke zu legen. Doch nach dem zweiten oder dritten Drink des Abends kann es schon mal vorkommen, dass die Smalltalk-Etikette und die angemessene Themenwahl auf der Strecke bleiben. Hobbys, Interessen, Urlaubspläne oder persönliche Jahreshighlights sind klassische Icebreaker, die verlässlich zu tiefergehenden Interaktionen führen können.

Dagegen sollten Themenfelder wie Firmeninterna, Gerüchte über andere Mitarbeitende oder negative Aussagen zum Betrieb strikt vermieden werden. Zum einen wünscht sich niemand Negativität während eines feierlichen Anlasses, und zum anderen überschreiten solche Themen professionelle Grenzen, die ein langfristig schlechtes Licht auf Sie werfen könnten (Deutsche Handwerks Zeitung).

  • Do: Privates erzählen ist erlaubt; zu privat zu werden, besser vermeiden.
  • Do: Offene Fragen stellen und aktiv zuhören.
  • Do: Positivität verbreiten.
  • Don’t: Schlecht über Mitarbeitende oder Betrieb reden.

„Duzen“: Was gilt am Tag danach?

In Unternehmen mit „Sie“-Kultur kann es im Kontext der Weihnachtsfeier häufig zu einem gewissen Dilemma kommen: Der Vorgesetzte bietet einem im Laufe des Abends das „Du“ an. Grundsätzlich kein Problem, da dies auch der generellen Faustregel folgt, wonach immer der „Ranghöhere“ im Betrieb das Angebot macht.

Kompliziert wird es erst am darauffolgenden Arbeitstag: Bleibt man beim „Du“ oder ist der Anlass Weihnachtsfeier eher ein professioneller Ausnahmefall, der danach keinen Bestand mehr hat? Hier ist Fingerspitzengefühl auf beiden Seiten gefragt: Mitarbeitende sollten zunächst darauf warten, wie sie vom Vorgesetzten angesprochen werden, während dieser am Tag der Feier nur das „Du“ anbieten sollte, wenn es auch im anschließenden Büroalltag gelten soll (Computerwoche).

Social Media: Überlegen, dann posten

Das Selfie mit Weihnachtsmütze und Glühweintasse darf im Kontext der Feier bedenkenlos gepostet werden. Wenn auf dem Schnappschuss allerdings andere Kolleginnen und Kollegen zu sehen sind, ist die Lage etwas komplizierter. Bei personenbezogenen Daten sollte man sich vor der Veröffentlichung im Netz immer die jeweilige Einwilligung der gezeigten Person einholen. Da es sich um eine Betriebsfeier handelt, sollte man sich vor der Veröffentlichung der Bilder auch stets über eine potenziell problematische Außenwahrnehmung des Unternehmens bewusst sein (Dr. Datenschutz).

  • Do: Vor dem Posten fragen, besonders bei Gruppenfotos.
  • Don’t: Unvorteilhafte Momente teilen.

Führungskräfte: Als Vorbild vorangehen

Die Weihnachtsfeier ist auch für die Geschäftsführung eine große Chance: Hier besteht die Möglichkeit, dem Team zu danken und das interne Wir-Gefühl nachhaltig zu stärken. Ebenso orientieren sich die Mitarbeitenden bewusst (oder auch unterbewusst) am Verhalten der Führungsebene. Die eigenen Maßstäbe setzen somit den Ton für den Rest der Feier.

Während der Planungsphase sollte es die Priorität der Organisatoren sein, dass sich möglichst viele Mitarbeitende von der anstehenden Weihnachtsfeier abgeholt fühlen. Die Teilnahme ist arbeitsrechtlich freiwillig, doch das Fernbleiben größerer Teile der Belegschaft kann negative Auswirkungen auf die teaminterne Dynamik haben (Business Punk).

  • Do: Eine kurze, ehrliche Dankesrede halten, mit konkreten Beispielen aus dem Jahr.
  • Do: Sich unter die Teams mischen, statt die ganze Feier über am selben Tisch zu sitzen.
  • Don’t: Dienstliche Themen oder Kritik zum Thema machen.

Fazit: Gute Stimmung braucht klare Spielregeln

Wer trinkt, tut dies besser in Maßen. Beim Plaudern braucht es Fingerspitzengefühl. Und wer fotografiert oder duzt, fragt vorher oder wartet ab. Mit diesen Ratschlägen wird die nächste Weihnachtsfeier zu dem, was sie sein soll: Ein Dankeschön von der Geschäftsführung ans Team, welches bis ins neue Jahr nachklingt.

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Verwendete Quellen:

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